Eine Orgel-Reise durch Paris und Musikgeschichte
Mit Christoph Vratz (DLF). An Pariser Orgeltischen spielten Franck, Vierne oder Widor – davon zeugen auch Tondokumente. Eine Orgelführung durch Paris.
Die Treppen sind oft steil, der Raum düster, die Sitzbänke hart. Der Weg zur Orgel ist meist beschwerlich, das Klangergebnis dafür gewaltig. Wer nach Paris fährt, kann mit wenig Aufwand eine musikalische Stadtführung der besonderen Art einplanen: ein Besuch der bedeutendsten Orgeln in den zahlreichen Kirchen der Stadt. Hier trifft man auf geballte Musikgeschichte. Denn es sind die einstigen Arbeitsplätze von César Franck, Gabriel Fauré, Louis Vierne, Charles-Marie Widor, Olivier Messiaen und von vielen anderen. In einigen Kirchen lassen sich die Fährten sogar noch bis zur Barock-Zeit zurückverfolgen. Vor allem aber begegnet man immer wieder den Instrumenten eines Mannes, der die französische Orgelgeschichte im 19. Jahrhundert geprägt hat wie kein Zweiter: Aristide Cavaillé-Coll, ein Erneuerer und glänzender Netzwerker.
© Deutschlandfunk, Historische Aufnahmen, 20.8.2026