Mein Skelett und ich – Ein persönlicher Essay. Von Johannes Groschupf

Ohne Knochen wären wir nur ein Hautsack. Wir hätten keinen Halt und kämen keinen Schritt voran. Wir müssten uns ringeln …

Lisa Krusche: Hab von dir geträumt, du hast meinen Kaktus abgebrochen

„Das kleine L auf meinem Handgelenk steht für Lucie und für Love und dafür, wie sehr sich beides überschneidet.“ Schreibt …

„Wie wirklich ist die Wirklichkeit?“ Über Reality-TV, Alternative Fakten und autofiktionale Literatur. Von Yannik Han Biao Federer.

Was haben der TV-Koch Frank Rosin, der ehemalige Präsident der vereinigten Staaten Donald Trump und der Schriftsteller Max Frisch gemeinsam? …

Essay: Unzeitgemäß? – Anachronismen musikalischer Gegenwart von Nina Noeske

„Gegenwart“ ist in aller Munde: Während Hans Ulrich Gumbrecht von der „breiten Gegenwart“ spricht, mit einer übergroßen Vielfalt an Möglichkeiten …

Zeit Online: Pop und kulturelle Aneignung „Als Techno plötzlich hessisch war“ Ein Essay von Tobi Müller

Wo hört Ehrerbietung auf, wo beginnen problematische Aneignungen? Ein Blick auf die Popgeschichte kann Klarheit schaffen. Oder alles noch komplizierter …

„Sagen Sie doch mal was Positives!“ Vom Nutzen und Nachteil der Schwarzmalerei. Von Eva Horn

„Erzähl mir etwas Neues!“ lautet das Motto beim digitalen Kölner Kongress 2022, auf dem die Literaturwissenschaftlerin Eva Horn sich dem …

Old Fart at play – Über den Musiker und Dichter Captain Beefheart alias Don Van Vliet. Von Ralf Thenior.

In den 70er-Jahren des vergangenen Jahrtausends versuchte der Redakteur des Radio-Essays, Helmut Heißenbüttel, zusehends, jüngere Autoren für seinen Sendeplatz zu …

„Verwandlungskunst“ – Günther Anders als Musikschriftsteller von Barbara Kiem

Günther Anders, der unerbittliche Kritiker der Technik- und Medienwelt, war nicht nur ein leidenschaftlicher Musikliebhaber, sondern auch ein professioneller Musikschriftsteller. …

„Philosophinnen küssen nicht“ Ein Essay von Gloria Freitag

Die Philosophin hat ihre Nase aus dem Elfenbeinturm gestreckt, und prompt hat sie sich verliebt. Welch ein Glück. Welch ein …

„La manzana mexicana oder Burros in Mexiko“ Über das Eigenleben der Worte
Von Natascha Gangl

Was stellst du dir vor, wenn du an das Wort MEXIKO denkst? Egal was es ist: Es ist falsch. William …

Andreas Fervers: Mehr als tausend Worte? – Bild, Symbol und Geste in der Musik

Ein Bild sagt mir etwas, spricht zu mir. Höre ich dann diese Botschaft? Wenn andererseits die Musik ein Bild im …

Wolfgang Rihm zum 70. Geburtstag − Musik zur Sprache bringen

Ganz gleich, ob das Lied Bildnis: Anakreon nach Eduard Mörike, Jagden und Formen für Ensemble oder ein Streichquartett aus seiner …

Der Untergang Amerikas – Porträt Allen Ginsberg von Carl Weissner

Carl Weissner ist den meisten bekannt, ohne dass sie es wissen. Er ist es nämlich, der die Texte von Charles …

„Beat-Boss trifft Glitterhäuptling“ Essay von Wolf Wondratschek

Der „Essay“, gegründet 1955, war viele Jahre lang ein inhaltlich hochinteressanter, formal aber eher konventioneller Sendeplatz. Das änderte sich in …

Das höllische Paradies – Pandemie und Utopie von Ilija Trojanow

Wir können Gewaltiges schaffen, wenn uns egal ist, ob wir unseren Körper dabei zugrunde richten. Am Tagvor dem Herzinfarkt schaut …

„Die Vermessung des Sorglosen“ Hörraumkonstrukte der Ambient Music Von Herbert Köhler

Seit Brian Eno und seinem Album Ambient 1: Music for Airports von 1978 entwickelte sich das Genre der Ambient Music. …

Fallen, artistisch – Fallen (3/3) Ein Essay von Reiner Niehoff und Sven Rücker

Das Fallen ist in unserer Kultur von reaktionären und immer wieder reaktivierten Oppositionen geprägt: Oben / Unten, Heilig / Verdammt, …

Fallen, katastrophisch – Fallen (2/3) Essay von Reiner Niehoff und Sven Rücker

Die beiden großen Figuren des Fallens, Ikarus und Luzifer, sind nicht bloß literarische Gedankengebilde. Ihre Stürze und Fälle prägen unser …

Fallen, beziehungsreich – Fallen (1/3) Essay von Reiner Niehoff und Sven Rücker

Unsere Kultur baut auf dem Lob des Stehens auf. Wer einen festen Standpunkt hat, wer „im Stande“ ist, hat die …

Valeria Luiselli: Die verlorenen Kinder – unbegleitete minderjährige Einwanderer in den USA

„Warum bist du in die USA gekommen?“ Dies ist die erste Frage im Aufnahmefragebogen für Kinder ohne Papiere, die alleine …

„Der Lachs der Weisheit – Weltscham-Monolog“ Von Pascal Richmann

Brüssel, Sommer 1958. Eigentlich möchte die Familie Georgiou bloß ein paar schöne Tage auf der Weltausstellung verbringen. Doch dann führt …

Hurensöhne! – Über die Schönheit und Notwendigkeit des Schimpfens von Juliane Liebert

He. Sie da. Sie widerliches Stück Abschaum. Ich werde Sie zertreten wie eine Ratte. Warum? Wissen Sie wirklich nicht, was …

„Aufbereitung einer Verstörung“ Mein Leben als Mann. Von Christian Schüle

Kürzlich dämmerte Christian Schüle, dass er nicht mehr umhinkommt, sein eigenes Mannsein zu klären. Im Wendekreis von Trans-Theorie, Genderpolitik, LGTBQ-Aktivismus, …

„Frei sein und verstrickt“ Eine Ordnung für die Welt von Yannic Han Biao Federer

Mit vielen Stimmen, Geschichten und Lektüren denkt der junge Philosoph Yannic Han Biao Federer über das Buch „Alles unter dem …

„Ich köpf jeden der das ließt!“ – Sechs Fragen an das Tagebuch von Andrea Roedig

Das Tagebuch ist eine unangenehme Textgattung. Peinlich ist sie allein schon wegen all der Pein, die in ihr steckt. Hunderte, …

Glitzernde Wildnis – Wie ich dem Ruf der Meerjungfrauen folgte

Die Meerjungfrau ist eine Figur, die in der Lage ist, Gegensätze aufzulösen. Sie lädt dazu ein, überkommene Kategorien und Bewertungsmaßstäbe …

Wohin der Vater ging oder Die Schönheit des Nichts von Navid Kermani

Der geliebte Vater ist gestorben und wird beerdigt. Der zärtliche Text des Sohnes ist verwoben mit den Beschreibungen der Nahtoderfahrungen …

Von der Behebung des Kreises oder Wie man sich davonkommt (vielleicht) von Gloria Freitag

Ein sprachlich, inhaltlich und formal ungewöhnlicher Essay über den „Fall Achille Mbembe“. Über eine Diskussion, in der es um den …

„Asymmetrien“ eine Standortbestimmung Essay von Dominika Hirschler

Dominika Hirschler denkt über das prekäre Leben als freie Musikerin nach, insbesondere über das Leben ohne den relativen Komfort, in dem festangestellte Musiker …

„Anstiftung zur Landsuche“ Essay von Nina Omilian

Ein Essay als Reiseführer für Glücksuchende. Die gewillt sind, Geborgenheit in der Weite zu finden. Vielleicht – dem Beispiel der …

„Das richtig schlechte Gefühl“ Essay von Pascal Richmann

Pascal Richmann ist wieder unterwegs auf seinen postmodernen „sentimental journeys“. Wir begleiten ihn nach Bamberg, der Stadt, die aus Brauereien …

„Universale Stille und kosmischer Klang“ Ein Essay von Ariane Huml

Der Klang der Welt ist so alt wie der Mensch, der ihn hörte oder schuf. Gleichzeitig prägt er unsere Vorstellungen …

Essay und Diskurs: „Das Zeitalter der Clowns“ Politik als Manege

Die Clowns kapern die Politik und die Politiker agieren wie Clowns. Wir leben in einer Ära der politischen Clownerie, meint …

Nebensachen – oder Warum der Mangel an ästhetischem Bewusstsein unsere Demokratie gefährdet

Musik nur eine Nebensache? In der Musik schien für eine ganze Weile alles klar: Es gab die Hauptsache (die Noten, …

Als geschähe es zum ersten Mal – Filme der 70er Jahre von Andrea Roedig

„In den 70er-Jahren wurden die Bilder aufdringlich“, schreibt die Filmwissenschaftlerin Claudia Lenssen, und auffällig ist, wie viele Filmklassiker aus genau …

„Wer braucht Musik?“ Über die Tonkunst in Krisenzeiten – eine Ernüchterung Von Werner Klüppelholz

Weit über einhunderttausend Veranstaltungen sind coronabedingt ausgefallen und was allmählich wieder stattfindet, leidet unter einer Beschränkung: bei der Zahl der …

„Gerecht Sprechen“ Über die Lust auf Gendersternchen, neue Pronomen und Co. Von Sabine Rohlf

Anne Will tut es, die Dudenredaktion ist nicht abgeneigt, aus „meine Damen und Herren“ wird „liebes Publikum“, immer öfter hören …

„Überwältigungsbewältigung“ Mein Corona-Jahr zwischen Hausarrest und Hygienedemo Von Christian Schüle

Was wird vom Corona-Virus bleiben, was eingehen ins kollektive Gedächtnis? Welche Leitmotive hat das Virus auf die Agenda gesetzt, welche …

Tonight’s the Night – Mit Neil Young leben und sterben Von Navid Kermani

In seinem 2003 erschienenen „Buch der von Neil Young Getöteten“ dreht Navid Kermani Neil Young und Ibn-el-Arabi, islamischen Sufismus und …

Scham und Virtuosität – Schämen (2/3) Von Reiner Niehoff und Sven Rücker

Im gleichen Maße, in dem das Schämen durch Selbstzermürbung und -regulierung ein Gewaltverhältnis begründet, erzeugt es auch Empathie, Einfühlung in …

„Über das menschliche Zeitverständnis und seine Überwindung“ Denken über tausend Generationen

Das menschliche Zeitverständnis ist begrenzt. Wer kann sich Zeiträume von 10.000 Jahren und mehr vorstellen? Frank Herbert ließ in seinen …

Vladimir Jankélévitch — Wiederentdeckung eines musikliebenden Philosophen Von Barbara Kiem

Vladimir Jankélévitch (1903 – 1985) entstammte einer jüdischen Familie, die aus Odessa nach Frankreich emigriert war. Jankélévitch Philosophiestudium orientierte sich …

Essay: „Terra X antwortet nicht“ Über die unerträglichen Musik bei Naturdokumentationen

Es gibt hervorragende Tier-, Natur- und Georeportagen in den öffentlich-rechtlichen Sendern. Aber warum muss jede Landschaft mit aufgedonnerten Streichertapeten zugekleistert, …